In vielen Familienbetrieben herrscht nach außen hin Perfektion, doch intern bestimmen oft emotionale Erpressung, extremer Loyalitätsdruck und manipulative Machtspiele den Alltag. Wer diese ungesunden Strukturen hinterfragt, wird oft zum „Schwarzen Schaf“ der Familie deklariert. Eine neue Selbsthilfegruppe bietet diesen Menschen nun erstmals einen geschützten Rückhalt.
Die Gruppe richtet sich an Menschen in der komplexen Mehrfachrolle als Familienmitglied, Mitgestalter*in, Miteigentümer*in oder Erb*in. Wenn berufliche Verantwortung und familiäre Verstrickungen toxisch verschmelzen, entstehen Dynamiken, die krank machen können. „Ein schwarzes Schaf zu sein, ist oft ein Zeichen von psychischer Gesundheit in einem kranken System“, so die Initiative.
In einem absolut vertraulichen Rahmen bietet die Gruppe Raum für Themen die sonst tabuisiert werden:
- Gesunde Grenzen ziehen: Wie man sich abgrenzt, ohne die eigene Existenz oder das Unternehmen zu gefährden
- Die „Dankbarkeitsfalle“ lösen: Den Druck der Elterngeneration und chronische Schuldgefühle überwinden
- Den eigenen Wert unabhängig von Firmenumsatz, Tradition und Rollenerwartung erkennen.
Die Treffen dienen der emotionalen Entlastung und dem Austausch über Strategien für die persönliche Freiheit und Gesundheit – fernab von geschäftlichen Interessen. Die Gruppe schafft einen geschützten Rahmen, in dem Betroffene offen sprechen, Erfahrungen teilen und gegenseitige Unterstützung erfahren können.
Interessierte, die sich der Gruppe anschließen möchten, melden sich bitte beim Selbsthilfebüro KORN und erhalten dann weitere Informationen.
Kontakt und Info
Über das Selbsthilfebüro KORN, Telefon 0731 / 88 03 44 10 bzw. per
E-Mail an: kontakt@selbsthilfebuero-korn.de
